Achten Sie auf folgende Merkmale um eine Spam-Mail zu erkennen und sich zu schützen.

Drei Merkmale wie Sie eine Spam-Mail erkennen können und ein sicheres Kennwort für den Account wählen

Aktualisierung vom 11.02.2014:  Der Absender der E-Mail ist meine eigene Adresse

Fast jeder von uns ist von Ihnen betroffen. Viele sogar jeden Tag. Die Rede ist von Spam-Nachrichten die in Ihrem E-Mail Postfach landen. Jährlich werden über 100 Billionen E-Mails versendet, wovon fast 90% als Spam-Nachrichten deklariert werden. Die Absicht ist sehr deutlich. Sie wollen Schadprogramme auf den Empfänger-PC installieren und so an persönliche Daten kommen. Nicht selten sind diese Nachrichten zudem eine Kostenfalle. Ein „Klick“ auf eine anscheinend vertrauenswürdige Website und schon stecke ich in einem  teuren Abonnement. 

Wie erkenne ich so eine Nachricht?

Ein geschultes Auge erkennt sehr schnell, wann es sich um eine bösartige Mail handelt. Wir haben für Sie drei Merkmale aufgeführt an denen auch Sie eine Spam-Mail erkennen können.

1. Ist Ihnen der Absender bekannt?

Bei der Überprüfung sollten Sie sich zu erst versichern, ob Ihnen der Absender bekannt ist. Oft wird bei einer Nachricht der Absendername eines bekannten Unternehmens genutzt. Doch Vorsicht! Der angezeigte Name kann individuell angepasst werden. So ist es  jedem möglich eine Nachricht im Namen einer anderen Firma zu versenden. Daher sollte der erste Blick auf den Absender gehen.

Zum besseren Verständnis habe ich hier einen Screenshot einer Spam-Mail:

Direkt ist erkennbar, dass der Absender nicht die Volksbank sondern luk@rakh.de ist. Diese E-Mail wurde somit nicht von der Volksbank versendet und ist nicht vertrauenswürdig.

2. Achten Sie auf Hyperlinks in der E-Mail

Mit besonderer Vorsicht sollten Sie Links aus E-Mails folgen. Häufig leiten diese nicht auf die eigentliche Internetseite des Unternehmens, sondern auf eine optisch sehr ähnliche Seite. Falls Sie dort Ihre Daten eingeben, werden diese direkt an den Versender gesendet. Ein Beispiel für so einen Link sehen Sie im nachfolgenden Bild.

Eine weitere Methode der Versender ist ein Link zu einer Rechnung oder einem anderen wichtigen Dokument. Klickt der Benutzer nun auf diesen Link wird schädliche Software im Hintergrund auf den PC geladen. Ein aktueller Fall ist eine gefälschte Rechnung der deutschen Telekom. Sollten Sie ebenfalls betroffen sein, sollten Sie umgehend Ihren PC auf Malware und Viren prüfen. 

3. Überprüfen Sie die Rechtschreibung

Da die Versender der Spam-Nachrichten nicht immer deutscher Herkunft sind kommt es häufig vor, dass Umlaute durch andere Zeichen oder Buchstaben ersetzt werden.Daher sollten Sie ebenfalls auf eine korrekte Schreibweise und Rechtschreibung achten.

In diesem Beispiel wurde das „ü“ durch ein „u“ und das „ß“ durch ein „b“ ersetzt.
Auch dies lässt auf einen nicht vertrauenswürdigen Absender schließen.

Der Absender einer E-Mail ist meine eigene Adresse!

Zuallererst können wir Sie beruhigen. Ihr Account wurde nicht zwangsläufig gehackt. Das Problem kennen vielleicht einige von Ihnen bereits aus dem Alltag. Sie erhalten einen Brief von dem vermeindlichen Brieffreund oder der Brieffreundin. Nach dem öffnen stellt sich jedoch heraus, dass bei dieser Nachricht der Absender "gefälscht" wurde und statt vom Freund oder der Freundin ist der Brief von einer aggressiven Werbeagentur oder jemand hat sich einen Spaß erlaubt. Dieses Szenario spielt sich auch im World Wide Web ab. So lässt sich über ein paar Tricks auch der Absender einer E-Mail manipulieren und abändern. Somit ist es möglich über eine vertrauenswürdige Adresse Spam-Nachrichten zu versenden.

Wie wähle ich ein sicheres Kennwort um meine Daten zu schützen?

Auf Grund der aktuell ca. 16 Millionen geknackten E-Mail Konten laut dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zeigen wir Ihnen wie Sie ein sicheres Kennwort wählen.

Die wichtigste Grundlage ist das verwenden eines sicheren Kennworts. Dies sollte kein Geburtsdatum oder Eigenname sein. Das Passwort sollte am besten aus Groß- und Kleinschreibung, Ziffern und Sonderzeichen bestehen und eine länge von mindestens 10 Zeichen haben. Ein Beispiel für ein sicheres Kennwort und einen Tipp um sich das Wort zu merken zeige ich anhand eines Beispiels.

Grundsatz für das Kennwort: Wir gehen zum vierten Geburtstag von Jan!

Aus diesem Satz lässt sich nun per Abkürzung oder der sogenannten „Leetspeak“ ein sicheres Kennwort gestalten.  Leetspeak bedeutet das Ersetzen von Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern.
Beispiel: LogicalConcepts - L0g1c4lC0nc3pt5

So lassen sich aus dem Satz folgende Kennwörter ableiten:

W.g.z.4.G.v.J.!

W1r g3h3n zum 4.G3burt5t4g v0n J4n!

Um sich das Kennwort besser merken zu können kann man natürlich auch eines mit persönlichem Wiedererkennungswert erstellen. Zum Beispiel aus dem Lieblingssong.

Tattoo You von The Rolling Stones von 1981 – TY_vTRS_v1981

Zudem sollten Sie auf keinen Fall dasselbe Kennwort für mehrere Accounts verwenden.

Sie haben Fragen oder sind bereits Opfer einer solchen Nachricht geworden ?

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